Wiederherstellung des Kulturerbes im Teßtal, Bürgervereinigung zur Rettung bedrohten und wertvoller Bauten, von Traditionen und geistiger Kultur im Teßtal.
Sonntag, den 11. April 2006 um 11 Uhr fuhren nach einem Jahr wieder die Osterreiten von der Reitendorfer Kirche aus ins Teßtal. Nachdem ihnen der Gr.-Ullersdorf P. Milan vor der Kirche seinen Segen erteilt hatte, begaben sich die etwa 40 Radfahrer auf den Weg, vorbei an den interessanten und sehenswerten Orten der Region. Leider waren auch diesmal keine Pferde dabei.
Im Vergleich zum vorigen Jahr verlief die Strecke diesmal etwas anders. Die Suite fuhr von der Reitendorfer Mariä Himmelfahrts – Kirche aus unter großer Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bis zum Kreuz an der nicht mehr existierenden Maria Magdalena – Kirche und dann weiter zur erst kürzlich rekonstruierten St. Rochus- Kapelle in Petersdorf. Vor den beiden Baudenkmälern hielt der örtliche Historiker Stanislav Hošek eine kurze Ansprache über deren Vergangenheit. Von Petersdorf aus verlief die Strecke auf Nebenwegen über Reitendorf bis nach Reigersdorf(Rejchartice). Nach einem kurzen Aufenthalt am Pestgrab nahe des Reigersdorfer Teiches verabschiedete sich hier die kleinere Gruppe mitkleineren Kindern. Der Rest fuhr weiter bergauf nach Reigersdorf. Hier wurden wir schon von Freund Jirka Raèák erwartet, der uns zur Besichtigung der historisch sehr interessanten, wenn auch verwahrlosten Kirche einlud. Wir besichtigten das Innere des Kirchenschiffs und den Turm und wurden später mit Erfrischungen und heißem Tee bewirtet. Der Aufenthalt hier war für uns sehr lehrreich und angenehm, weil Jirka uns auch alles fachmännisch erklärte. Sein Küstergewand von Anfang des 19. Jhd unterstrich noch diese Wirkung.
Hier trennte sich eine weitere Gruppe von uns, die entweder nicht mehr mitfahren konnte oder wollte. Sie fuhr zurück nach Reitendorf. Verstärkung erhielten wir jedoch von drei Radfahrern, die aus dem ziemlich weit entfernten Heilendorf( Postøelmov) kamen und sich uns anschlossen. Von Reigersdorf aus fuhren also etwa 25 Fahrer in Richtung Geppersdorf( Kopøivná). Oben am Berg bogen wir dann aber zur einstigen Ortschaft Stollenhau( Štolnava) ab, um den Kreis mit der Fahrt nach Gr.- Ullersdorf zu schließen. Hier erwartete uns jedoch eine Überraschung, als wir stellenweise 30-50cm hohe Schneereste zu Fuß übersteigen mussten. Von Stollenhau nach Gr.-Ullersdorf mussten wir sogar einige hundert Meter wegen der hohen Schneedecke zu Fuß zurücklegen. Zur Bereicherung unserer Eindrücke, fielen bei der Fahrt hinunter nach Gr.-Ullersdorf oberhalb des Hotels DIANA die ersten Regentropfen. Es regnete immer stärker, so dass wir bei der Ankunft auf der Gr.-Ullersdorf Pfarrei bis auf die Haut durchnässt waren. Umso angenehmer war uns deshalb der Empfang mit heißem Tee, Bäckerei und Erfrischungen, dargeboten von P. Milans Familie und Frau Laštovièová.
Von den sich in diesem Jahr bewährten Neuerungen ist vor allem die Aufteilung in eine leichtere und eine anspruchsvollere Strecke vorteilhaft. Jeder konnte nach seiner Verfassung die Gruppe verlassen und heimkehren. Diesmal nahmen auch wieder mehrere ältere Fahrer teil. Die älteste Fahrerin war 67 Jahre alt.
die Bürger-Vereinigung
Wiederherstellung des Kulturerbes des Tesstales
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